CO2-reduziertes Metall: Was kostet das mehr?

Der Klimawandel und die damit verbundenen Förderstrukturen zwingen viele Branchen, ihre Prozesse nachhaltiger zu gestalten – und die Metallverarbeitung ist da keine Ausnahme. CO2-reduzierte Materialien, die bei der Herstellung weniger Treibhausgase verursachen, gewinnen an Bedeutung. Doch stellt sich für viele Metalltechniker die Frage: Ist der Einsatz dieser umweltfreundlichen Materialien teurer?
Was bedeutet „CO2-reduziertes Material“?
CO2-reduzierte Materialien sind Werkstoffe, bei deren Produktion der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) und anderen Treibhausgasen minimiert wird. Dies kann durch den Einsatz erneuerbarer Energien, effizientere Produktionsmethoden oder den verstärkten Einsatz von Recyclingmaterialien geschehen. Der Vorteil von Metallen besteht darin, dass auch bei sehr hohem Recyclinganteil die Werkstoffeigenschaften unverändert gut bleiben. Ein gutes Beispiel dafür ist Stahl, der im Elektrolichtbogenofen statt im Hochofen produziert wird, was den CO2-Ausstoß deutlich senkt.
CO2-reduziertes Material ist nicht die Premiumlösung wie „Green Steel“, die als beste technische, aber teure Lösung bei den Werken und Händlern in den Auslagen liegen bleibt. CO2-reduziertes Material deckt den Bereich dazwischen ab, in dem die ökologische Bewertung gut ist und die Wirtschaftlichkeit hoch bleibt.
Kostenfaktoren von CO2-reduzierten Materialien
Die Kostenfrage lässt sich nicht pauschal beantworten, da mehrere Faktoren den Preis von CO2-reduzierten Materialien beeinflussen:
- Produktionsverfahren:
Unsere Analyse des Herstellermarktes zeigt, dass es sehr unterschiedliche Produktionsstätten, Lieferketten und Energiestrategien gibt, um die neuen Anforderungen an Werkstoffe zu erfüllen. So kann man zum gleichen Preis Werkstoffe mit wesentlich geringerem CO2-Rucksack einkaufen. Auch wenn alle Hersteller ein „Green“-Produkt zusätzlich anbieten, das zwar prominent, aber selten und teuer produziert wird, kann man mit strategischer Beschaffungsarbeit und geringen Aufpreisen stark CO2-reduziertes Material im Commodity-Bereich kaufen.
LINK: Beschaffungserfolg Aluminium Bleche
- Förderungen:
Stahl- und Aluminiumproduzenten in Europa erhalten Förderungen, um den Umbau der Produktionsstätten zu realisieren. Durch diese Förderungen bleiben die Preise wettbewerbsfähig niedrig, obwohl die ökologischen Standards ständig verbessert werden. Produzenten aus Drittländern beklagen jetzt schon diese Verschiebung, obwohl die CBAM-Aufschläge für Importe noch gar keine Wirkung haben. (siehe auch: EU Steel and Metal Actions Plan)
- Zertifikate:
In Europa steigen die Abgaben für CO2 über die Kosten der Emissionszertifikate. Wer auf CO2-intensive Materialien setzt, könnte in Zukunft mit zusätzlichen Kosten belastet werden. CO2-reduzierte Materialien könnten also langfristig eine kluge Wahl sein, um höhere Kosten durch CO2-Abgaben zu vermeiden.

CO2-reduziertes Material bedeutet mehr zu erhalten fürs gleiche Geld
Fazit: CO2-reduziertes Material bedeutet mehr zu erhalten fürs gleiche Geld.
Mit unseren Stammkunden vereinbaren wir einen Regulationspfad für Emissionen in den Werkstoffen, der wirksam ist und wirtschaftlich Sinn macht.